Was ist der „Gehirnfahrstuhl“?

 grafik-gehirnfahrstuhl

Der „Gehirnfahrstuhl“ nach Prof. Gerald Hüther:

Was geht in unserem Gehirn vor, wenn wir unter großen Druck geraten? Wir finden keine sehr klugen Lösungen. Hier steht Anspannung versus Entspannung.

Am besten stellt man sich die Vorgänge im Kopf wie einen Fahrstuhl vor:

Ganz oben, im Obergeschoss, finden wir die umsichtigsten Lösungen. Im Keller die einfachsten. Im Obergeschoss denken wir vorausschauend, lösen Aufgaben kreativ. Denn dann nutzen wir den präfrontalen Cortex, zuständig für Handlungsplanung und Folgenabschätzung. Aber unter Druck bzw. Stress versagt er kläglich.

Bei steigendem Druck stürzen wir Stockwerk für Stockwerk ab in das limbische System (für Gefühle zuständig). Statt neue Ideen zu entwickeln, greifen wir zu gewohnten Handlungsmustern.

Dann kommt es zu einem Verhalten, wie Türen knallen oder auf den Tisch hauen. Das hilft zwar nicht wirklich weiter, aber es sind alte Muster. Ihre Verschaltungen sind im Gehirn gut gebahnt.

Dann geht es unter Umständen ganz in den Keller ins Stammhirn. Bei immensem Stress springen die archaischen Notfallprogramme an. Die haben wir übrigens mit allen Säugetieren gemeinsam: Das sind erstens Angriff, zweitens Flucht und drittens Erstarrung.

Daraus ergibt sich für die praktisch und integrative kognitive Verhaltenstherapie (piKVT):

Anspannung und negative Gefühle bremsen aus und führen zu Stagnation.

Entspannung und positive Gefühle stabilisieren und ermöglichen neue Lösungsansätze.